Fahrzeugexport - Ihre Optionen

Export eines Altwagens

Je nach Zustand gibt es für Ihren Altwagen unterschiedliche Optionen. Ist der Restwert relativ hoch, ist ein Verkauf eine gute Lösung. Hat Ihr Wagen jedoch nur einen geringen Restwert, finden Sie hierzulande nur schlecht einen Abnehmer. Bessere Chancen haben Sie dagegen im Ausland. In vielen Ländern Osteuropas und Afrikas besteht eine große Nachfrage nach Fahrzeugen mit geringem Restwert. Hier erfahren Sie, in welcher Region Sie einen Abnehmer für Ihr Fahrzeug  finden.

Geeignete Pkws für Osteuropa

In der Regel trennen sich Fahrzeugbesitzer nach durchschnittlich 18 Jahren von Ihrem Wagen. Jedes fünfte Auto wird mittlerweile exportiert. Je nach Restwert findet ein Gebrauchtwagen in unterschiedlichen Regionen einen neuen Besitzer. In Osteuropa ist sowohl die Nachfrage nach gut gepflegten Fahrzeugen, wie auch stark beschädigten Autos groß. Pkws deutscher Marken sind in ganz Osteuropa sehr beliebt. Für stabile und langlebige Modelle ist auch die Zahlungsbereitschaft, besonders in Russland, groß. Unzureichend erfüllte Sicherheitsvorgaben sind für einen Käufer in Osteuropa kein Ausschlusskriterium für einen Ankauf. Die Standards bei Kfz-Wartungen sind deutlich niedriger und kommen nicht an deutsche Maßstäbe heran. Fällt ein Kfz in Deutschland durch die Hauptuntersuchung, hat das wertmindernde Folgen für das Fahrzeug. Die Bewertung eines Fachmannes oder Abnehmers fällt mit fehlendem TÜV erheblich schlechter aus, als bei einem Wagen mit gültigem TÜV. Des Weiteren werden in Deutschland die Abgasemissionen geprüft. So wird regelmäßig sichergestellt, dass alle abgasrelevanten Elemente am Auto intakt sind. Ist die Übereinstimmung mit den Abgasnormen hierzulande nicht gewährleistet, muss ein Fahrzeug außer Betrieb gesetzt werden. Solche Fahrzeuge werden häufig nach Polen verkauft, um teure Reparaturen zu vermeiden und nicht auf dem Schrottplatz zu landen. Zudem sind Wartungs- und Benzinkosten in osteuropäischen Ländern günstiger als hierzulande. Auch die Kfz-Steuer ist niedriger. Da insgesamt die Betriebskosten geringer ausfallen als in Deutschland, sind viele bereit, mehr Geld in den Ankauf eines Gebrauchtwagens zu investieren. 

Der Export nach Afrika

Nach Afrika gelangen vor allem schrottreife Fahrzeuge mit stark gemindertem Wert. Den meisten Einwohnern fehlt das Startkapital, um sich ein Auto zu leisten. Nach einem Ankauf kommen jedoch außer dem Spritverbrauch geringe bis gar keine Kosten auf einen Fahrzeughalter zu. Zudem sind auch die Benzinpreise geringer und teilweise nur halb so teuer, wie die in Deutschland. In die Wartung und Pflege des Autos wird so gut wie kein Geld gesteckt. Die geringen finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen, werden in den Ankauf eines Gebrauchtwagens investiert. Eine grundlegende Voraussetzung bei einem Ankauf ist, dass das Auto fährt. Auch Fahrzeuge mit defektem Getriebe, nicht reparierten Unfallschäden und hohen Laufleistungen werden angekauft. Hat Ihr Fahrzeug extreme äußere Schäden finden Sie mit Sicherheit noch einen Abnehmer in einem afrikanischen Land. Besonders in Westafrika, wie beispielsweise Angola oder Togo, ist der Zustand des Wagens nicht von Bedeutung. Dennoch sind Klimaanlagen und Dachgepäckträger gerne gesehen. Wegen der schlecht ausgebauten Verkehrswege und unzureichenden öffentlichen Transportmitteln, werden Großraumfahrzeuge angekauft und genutzt, um mehrere Personen gleichzeitig zu befördern. Auch Mehrzweckfahrzeuge sind daher sehr gefragt. Da Afrika der heißeste Kontinent der Welt ist und ganzjährig warme Temperaturen herrschen, rosten Fahrzeuge nur selten. Auch Schäden durch Hagel und Frost sind auszuschließen. Die Klimaverhältnisse sind einer der Gründe, weshalb Fahrzeuge in Afrika eine deutlich längere Lebensdauer haben. Fahrzeuge die mit 200.000 Kilometern Laufleistung angekauft werden, zeigen später häufig einen Tachostand von 700.000 Kilometern an. Wie in Osteuropa haben deutsche Fahrzeuge auch in Afrika ein gutes Image. Lediglich in Regionen mit Linksverkehr stehen die Chancen für einen Ankauf Ihres Wagens schlecht. Insgesamt werden pro Jahr circa 100.000 Gebrauchtfahrzeuge nach Afrika exportiert.